Madola

MADLOLA.NET


madlola.net


Medizin

 

Schwangerschaft

 

Mit der Schwangerschaft beginnt ein neuer und aufregender, manchmal anstrengender, aber vor allem schöner Abschnitt im Leben einer Frau. Der Körper, aber auch die Partnerschaft verändern sich in Vorbereitung auf die nahende Geburt immer mehr. Auch wenn die Vorfreude meistens überwiegt, tauchen besonders bei der ersten Schwangerschaft viele neue Fragen auf: Was passiert mit meinem Körper in den nächsten 9 Monaten? Wie entwickelt sich mein Kind? Wie kann ich mit meiner Lebensweise seine Entwicklung fördern? Und schließlich, wie kann ich mich optimal auf die Geburt vorbereiten?
Antworten auf all diese Fragen sollen Ihnen helfen, Ihr Kind bestmöglich zu unterstützen und das Wunder der Schwangerschaft in vollen Zügen zu genießen.
Eine Schwangerschaft dauert in der Regel 40 Wochen und kann in drei Abschnitte, die jeweils 3 Monate (3 Monate= 1 Trimenon) dauern, unterteilt werden: Das 1. Trimenon umfasst die 1.-12. Schwangerschaftswoche. Am Anfang steht die Befruchtung und Einnistung der Eizelle, dann werden alle wichtigen Organe angelegt. Ist dies abgeschlossen (in der 9.Schwangerschaftswoche), spricht man nicht mehr von einem Embryo, sondern von einem Foetus. Dieser Foetus ist nun etwa 9 Zentimeter groß und das 2. Trimenon, die „stabile Phase der Schwangerschaft“, beginnt. Fehlgeburten treten ab jetzt viel seltener auf. Fingernägel und Körperhaare entstehen, die Organe entwickeln sich weiter und das Kind wächst in rasendem Tempo. Um die 18.-20. Schwangerschaftswoche spüren Sie vielleicht schon die ersten Kindsbewegungen. Am Ende dieses Abschnitts ist Ihr Kind etwa 30 Zentimeter groß und wiegt ein halbes Kilogramm! Das 3. Trimenon und der Endspurt für Sie beginnen: Ab jetzt hätte Ihr Kind sogar schon die Chance, mit intensiver medizinischer Betreuung zu überleben. Das Kind kann nun die Augen öffnen und um die 34.Woche ist auch die Lunge so weit entwickelt, dass es außerhalb des Bauches selbstständig atmen könnte. Über 90% der Kinder liegen jetzt mit dem Kopf nach unten (sogenannte „vordere Hinterhauptslage“), aber auch diejenigen, die noch in Steiß- bzw. in Beckenendlage im Bauch „sitzen“, können sich noch in die richtige Geburtslage drehen. Am Ende der Schwangerschaft ist das Kind durchschnittlich 50 Zentimeter groß und wiegt 3600 Gramm.
Um den Verlauf der Schwangerschaft zu überwachen und eventuelle Komplikationen vorzubeugen, ist es wichtig, dass Sie regelmäßig zu den Vorsorgeuntersuchungen zu Ihrem Frauenarzt gehen. Diese werden bis zur 24. Schwangerschaftswoche alle 4 Wochen und dann in immer engeren Abständen empfohlen. Bei diesen Untersuchungen wird der Frauenarzt Ihren Urin untersuchen lassen, den Gebärmutterhals und die Größe Ihrer Gebärmutter tasten und mindestens in jedem Trimenon eine Ultraschalluntersuchung durchführen. Dabei können Sie einen ersten Eindruck von Ihrem Kind gewinnen und der Frauenarzt kann seine Länge und sein Gewicht schätzen. Darüber hinaus wird er Sie individuell über den Nutzen und die Risiken von zusätzlichen Untersuchungen wie z.B. einer Fruchtwasseruntersuchung beraten. Alle Untersuchungsergebnisse werden in den Mutterpass eingetragen, den Sie zu Beginn der Schwangerschaft von Ihrem Frauenarzt erhalten.
Während sich Ihr Kind so rasend schnell entwickelt, verändert sich auch Ihr Körper, um für die immer näher rückende Geburt gewappnet zu sein. Zu Beginn der Schwangerschaft leidet etwa ein Drittel aller Frauen unter Übelkeit, die aber meist nach der 12. Schwangerschaftswoche wieder verschwindet. Ursache hierfür ist das Schwangerschaftshormon hCG, das die Plazenta, die das Kind bis zur Geburt über die Nabelschnur versorgt, zu Beginn der Schwangerschaft bildet. Übelkeit, die zu unaufhörlichem Erbrechen führt und im vierten Monat nicht abklingt, muss zum Schutze des Kindes behandelt werden, ist aber glücklicherweise recht selten.
Während der Schwangerschaft hat der Körper einen bis zu 20% höheren Energiebedarf, so dass Sie auf eine ausgewogene Ernährung mit reichlich Gemüse, frischem Obst und Vollkornprodukten achten sollten. Auch der Bedarf an Vitaminen sowie Spurenelementen wie Eisen ist in der Schwangerschaft erhöht, weshalb Sie sich von Ihrem Frauenarzt über die Einnahme von Vitaminpräparaten beraten lassen sollten.
Wenn Sie nun nach den ersten Schwangerschaftswochen auf die wichtigsten Fragen Antworten gefunden haben und die größten Sorgen aus dem Weg geräumt sind, konzentrieren sich Ihre Gedanken sicherlich immer mehr auf die nahende Geburt: Wie kann ich mich und meinen Körper auf die Anstrengungen einer Geburt vorbereiten? Wo und wie möchte ich mein Kind gebären und welche Hebamme soll mich danach unterstützen?
Die meisten Frauen besuchen vor der ersten Geburt einen Geburtsvorbereitungskurs. Dort können alle Fragen rund um die Geburt angesprochen, Ängste mit anderen Schwangeren geteilt, der Ablauf der Geburt erklärt werden und vieles mehr. Sie sollten sich schon während der Schwangerschaft über Hebammen in Ihrer Umgebung informieren, die Sie schon vor der Geburt kennen lernen können. Auch sollten Sie überlegen, wo Ihr Kind zur Welt kommen soll: Die Kliniken bieten alle Informationsabende für werdende Eltern an, wo Sie Fragen stellen und oft auch die Kreißsääle besichtigen können. Oder möchten Sie lieber in wohnlicher und ruhiger Atmosphäre in einem Geburtshaus oder bei Ihnen zu Hause entbinden? Sie sollten sich über all dies in Ruhe Gedanken machen und sich überlegen, wo Sie sich am wohlsten und sichersten fühlen.
Bei all dem Neuen und all den Vorbereitungen, die eine Schwangerschaft mit sich bringt, sollten Sie aber eins nicht vergessen: Sie sollten diese einmalige und spannende Zeit, Ihren wachsenden Bauch und die Vorfreude auf das Baby genießen, denn nach der Geburt wird sich Ihr Leben komplett verändern!

 

 

© madlola.net dot mech scary blog dig Impressum